Dänemark in den 1920ern

Tove Ditlevsen, Kindheit Ein schmales Buch, das es in sich hat. Tove Ditlevsen war eine dänische Autorin, die in Dänemark stets viele Leserinnen und Leser fand. In Deutschland gab es bislang als Übersetzung nur einige wenige Bücher, auch der dritte Teil der autobiographischen Kopenhagen-Trilogie „Abhängigkeiten“ war erhältlich. Als Erstübersetzungen erscheinen nun bei Aufbau alle Teile, …

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Leben im 16. Jahrhundert

Maggie o´Farrell, Judith und Hamnet Agnes kämpft um ihren Sohn Hamnet, der Beulen am Hals hat. Als Kräuterheilkundige wartet sie mit allem auf, das ihr zu Gebote steht, doch der Elfjährige stirbt. Die Trauer der Familie um den Sohn nimmt den größten Teil dieses fantastischen Romans ein, der intensiv das 16. Jahrhundert lebendig werden lässt …

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Die Marschallin

Die Marschallin von Zora Del Buono Familiengeschichte, historischer Roman, und dazu spannend und packend – ich bin begeistert von diesem Roman. Erzählt wird die Geschichte der Großmutter der Autorin gleichen Namens. Diese ist geboren in Slowenien, verheiratet in Italien und gestorben im ehemaligen Jugoslawien. Eine glühende Kommunistin, die sich dennoch ein luxuriöses Leben in Bari …

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Der Vergangenheit auf die Spur kommen

David Grossman, Was Nina wusste, aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer In diesem Roman reisen Großmutter, Mutter und Tochter sowie der Vater der Tochter zusammen auf die frühere Gefangeneninsel Goli Otok im ehemaligen Jugoslawien. Sie drehen einen Film über das prägende Ereignis in der Biografie Ninas, deren Mutter Vera als junge Frau auf Goli Otok …

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Island

Joachim B. Schmidt, Kalmann Kalmann ist ein Haifischjäger und der selbsternannte Sheriff eines kleinen Dorfes in Island, erkennbar am Cowboyhut und der „Mauser“, die er im Pistolengürtel stets bei sich führt. Und Kalmann, das wird sofort deutlich, ist offensichtlich so schlau wie beschränkt, so liebenswert wie cholerisch und ein Mensch, der vieles gedanklich durchdringt und …

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Tante Martl

Ich muss Ihnen noch schnell von einem Buch berichten, auch wenn dieses, wie so viele Bücher in diesem Corona-Weihnachten, vor dem 24. wegen Lieferengpässen wohl nicht mehr kommen wird: Tante Martl von Ursula März. Selten habe ich so herzhaft gelacht und das tut einfach gerade richtig gut. Eigentlich ist das Thema gar nicht so leichtfüßig, …

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Einfach leben

Fabio Andina, Tage mit Felice Der Erzähler begleitet den 90-jährigen Felice acht Tage lang durch sein Leben in einem Bergdorf im Tessin. Das ist alles! Muss man das lesen? Ja, denn dieses Buch entführt die Lesenden in die einfache Welt eines glücklichen Menschen – das war meine Erkenntis aus der Lektüre. Morgens geht Felice bei …

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Unterwegs

Rachel Cusk, Outline Ein faszinierender Roman, elegant und fast unscheinbar – wenn nicht das herrliche Titelblatt so verführerisch leuchtete. Eine Frau reist nach Athen, um dort einen Schreibkurs zu geben. Bereits auf dem Flug hört sie sich die Geschichte Ihres Sitznachbarn an, den sie in Athen dann mehrfach wiedertrifft. Er berichtet vom Scheitern, vom Zurechtkommen …

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Ankommen

Hiromi Goto, Der Chor der Pilze „Natürlich spricht sie die neue Sprache, auch wenn keiner in der Familie das glaubt. Dabei könnte sie, wenn sie wollte, im Kopfstand Shakespeare zitieren, bis sie Nasenbluten bekommt, behauptet die alte Dame.“ Erzählt wird eine Drei-Generationen-Geschichte einer Familie, die 20 Jahre zuvor aus Japan nach Kanada eingewandert ist. Alte …

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Wie ein Domino

Wie Dominosteine reihen sich die Episoden von David Szalay in „Turbulenzen“ aneinander. Höchst spannend berichtet er von Menschen, die auf Flügen andere Menschen kennen lernen oder ihnen begegnen. Diese Personen sind dann jeweils die Hauptfiguren in der folgenden Episode. Auf diese Weise reisen wir mit Szalay einmal um die Welt, begegnen ganz unterschiedlichen Lebensumständen und …

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