Kronsnest: ein Dorf in der Elbmarsch zwischen 1918 und 1929

Der erste Teil der geplanten Trilogie von Florian Knöppler erzählt die Geschichte des Bauerndorfes Kronsnest in der Elbmarsch im Norden Schleswig-Holsteins. Die Bauern leiden immer mehr unter der Weltwirtschaftskrise, fühlen sich abgehängt und ungerecht behandelt von einer Regierung, die anscheinend mehr mit sich als den Nöten der Menschen beschäftigt ist. Hannes, ein fünfzehnjähriger Bauernsohn, leidet …

Weiter lesen …

Eine Jugend in Moskau- Der Debütroman von Kristina Gorcheva-Newberry

Liebevoll und zärtlich erzählt Kristina Gorcheva-Newberry in ihrem Debütroman vom Ende der Sowjetunion. Anja und Milka wachsen in den 1980/90er Jahren in Moskau in unterschiedlichen sozialen Milieus auf. Eine starke Freundschaft verbindet die beiden, das leichte Leben auf der Datscha im Sommer erleben sie gemeinsam und auch die harten Winter und die relative Armut in …

Weiter lesen …

Ein verhinderter Roadtrip – Amor Towles neuer Roman „Lincoln Highway“

Herrlich: Amerika in den Fünfzigern, erzählt am Beispiel von Emmett und Billy, zweier Brüder. Emmett kommt aus einer Jugenderziehungsanstalt zurück auf den Hof des Vaters, wo auch sein kleinerer, hochintelligenter Bruder Billy auf ihn wartet. Emmett hat versehentlich einen jungen Mann getötet, der nach einem Faustschlag Emmetts unglücklich gefallen war. Eigentlich ist Emmett ein moralisch …

Weiter lesen …

Mutig und gelungen: Daniela Dröscher „Lügen über meine Mutter“

Der Roman „Lügen über meine Mutter“ von Daniela Dröscher erzählt vom Aufwachsen eines Mädchens in den Achtzigern im Hunsrück. Die Mutter wird vom Vater täglich ob ihres angeblichen „Dickseins“ beschimpft. Ist sie wirklich dick? Das fragt sich das anfangs fünfjährige Kind, das seine Mutter liebt und sehr schön findet. Als Leserin fällt es im Gefolge …

Weiter lesen …

Bestseller-Challenge: „Der Papierpalast“ von Miranda Cowley Heller

Analog zu einer Kategorie der drei Literaturverliebten von Eat.Read.Sleep, dem Podcast beim NDR, habe ich einen echten Bestseller mit in den Urlaub genommen: „Der Papierpalast“ der amerikanischen Autorin Miranda Cowley Heller.  Nun braucht dieses Buch eigentlich keinen Support mehr von mir auf unserer Seite mit den sehr ausgewählten Titeln, die ich hier bespreche, ABER: das …

Weiter lesen …

Was ist denn eine „Gottdemenz“?

Die liegt vor, wenn plötzlich alle gewussten Gebete verschwunden sind,  so wie bei Elke, einer jungen Pastorin, die in Köln lebt. Sie arbeitet im Hospiz und eines Abends, als sie einer alten Dame das Vaterunser sprechen soll, ist davon kein Wort mehr in ihr. Nicht nur von diesem Gebet ist der Text verschwunden, es fällt …

Weiter lesen …

Herausragendes Debüt: „Nordstadt“ von Annika Büsing

Nene und Boris kommen nicht richtig zusammen, ohne einander geht es ihnen aber auch nicht besser. Das Ende bleibt bei diesem Roman offen. Stattdessen entführt das Buch uns in die Welt zweier Mittzwanziger, die nicht im reichen Süden, sondern im armen Norden einer Rohrpott-Großstadt wohnen und vom Leben gebeutelt sind. So sehr, dass sie durch …

Weiter lesen …

Claire Thomas, Die Feuer

Feuer greifen in den Bergen hinter Melbourne um sich – währenddessen schauen drei Frauen ein Theaterstück von Samuel Beckett und sinnieren über ihre Lebensentwürfe, ihre Sorgen, ihre Vergangenheit und Zukunft. Die Erzählsituation ist herausfordernd: Die drei Frauen, die sich Becketts „Glückliche Tage“ im Theater ansehen, versinken in ihre je eigenen Gedankenwelten. Das Stück löst Assoziationsketten …

Weiter lesen …