Noch mal Norwegen: „Das Eis-Schloss“ von Tarjei Vesaas

Eine Entdeckung ist dieser neu aufgelegte Roman eines norwegischen Autors, der bereits 1970 verstorben ist. Tarjei Vesaas, 1897 geboren, war der älteste Sohn einer Bauernfamilie in der norwegischen Telemark, der seine Romane in Nynorsk schrieb. Nynorsk beruht auf den westnorwegischen Dialekten und ist nicht das offiziell verwendete Buch-Norwegisch. Vesaas schrieb Gedichte, Dramen, Kurzprosa und Romane, …

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Mareike Fallwickl, Das Licht ist hier viel heller

Bekannt wurde Mareike Fallwickl im vergangenen Jahr mit dem Roman „Dunkelgrün fast schwarz“, der auch auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand. Prosas weihnachtliche Literaturberaterin Sophie Weigand hat den Roman auf ihrem Blog Literaturen https://literatourismus.net/2018/03/mareike-fallwickl-dunkelgruen-fast-schwarz/ ausführlich besprochen und gefeiert. Der neue Roman „Das Licht ist hier viel heller“ kam zu mir als Leseexemplar von …

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Matthias Brandt, Blackbird – Lachen und weinen mit Motte

„Raumpatrouille“, den Erstling und Riesenerfolg von Matthias Brandt habe ich versäumt, dafür habe ich dann gleich nach Erscheinen „Blackbird“ gelesen. Das Buch hat mich mitgenommen. Auf verschiedenen Ebenen. Erstens ist es spannend und witzig und die Figur des Morten, genannt Motte, hätte so existieren können in den Siebzigern. Vielleicht auch in den davor oder danach …

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Annie Ernaux, Die Jahre

Annie Ernauxs „Die Jahre“, übersetzt von Sonja Finck, fing mich ein durch eine Kleinigkeit mit großer Wirkung: die durchgehende Verwendung des Wörtchens „man“. Ernaux widmet sich der Zeit zwischen ihrem Geburtsjahr 1940 und dem Jahr 2007. Sie beschreibt diese Jahre nicht in der ersten Person, sondern benutzt das neutrale „man“. Die Distanz, die sie dadurch …

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Kurt

Kurt und Kurt, der kleine Kurt und der große Kurt – die Protagonistin des neuen Romans von Sarah Kuttner liebt den großen und nimmt den kleinen mit dazu. Liebevoll und zugewandt bemüht sie sich um die angemessene Haltung und das richtige Handeln in dieser Patchworksituation. Dann stirbt der kleine Kurt und wie geht man mit …

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Jan Brandt, Ein Haus auf dem Land/ Eine Wohnung in der Stadt

Jan Brandts Buch „Ein Haus auf dem Land/Eine Wohnung in der Stadt“ beschäftigt sich mit den scheinbaren Gegensätzen Stadt-Land, Leben in der Stadt, Wohnen auf dem Land. Das „Wendebuch“ Brandts dreht sich einerseits um die Rettung des Familienanwesens der Brandts in Ostfriesland, zum anderen um die Wohnungsnot in Berlin. Dort lebt der Autor seit den …

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Ketil Bjørnstad, Mein Weg zu Mozart

Der Norweger Ketil Bjørnstad ist bekannt als Jazzpianist- und komponist. Neben der Musik hat er aber auch viele, wie ich finde, herrliche Bücher geschrieben. Neben Werken zu Edvard Munch oder über „Oda“, die Frau eines norwegischen Malers, die sich im 19. Jahrhundert aus der ihr zugedachten Rolle befreit, hat Bjørnstad auch viele Romane geschrieben, die …

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Reinhard Kaiser-Mühlecker, Enteignung

Dieser Autor ist eine Entdeckung für mich, obwohl es ihn schon lange schreibend und vom Feuilleton beachtet gibt in der Literaturwelt. „Enteignung“ handelt von einem Journalisten, der in sein Heimatdorf zurückkehrt, für das Lokalblatt schreibt und sich nach einer Weile bei einem Schweinemastbauern als Aushilfskraft bewirbt. Dieser Bauer hat nämlich mit der Geliebten des Journalisten …

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Sophie Reyer, Die Freiheit der Fische

Dieser Roman hallt lange nach: Sophie Reyer hat einen Roman über den Autisten Jakob geschrieben, angelehnt an eine wahre Begebenheit. Sie erfasst in einer beeindruckenden, beinahe lyrischen Sprache das Innenleben Jakobs, seine Rahmenlosigkeit und Unfähigkeit, so zu funktionieren, wie die Umwelt es wünscht. Geboren in die Lebenswelt eines Tiroler Bergdorfs hat Jakob schon in der …

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