Ketil Bjørnstad, Mein Weg zu Mozart

Der Norweger Ketil Bjørnstad ist bekannt als Jazzpianist- und komponist. Neben der Musik hat er aber auch viele, wie ich finde, herrliche Bücher geschrieben. Neben Werken zu Edvard Munch oder über „Oda“, die Frau eines norwegischen Malers, die sich im 19. Jahrhundert aus der ihr zugedachten Rolle befreit, hat Bjørnstad auch viele Romane geschrieben, die …

Weiter lesen …

Reinhard Kaiser-Mühlecker, Enteignung

Dieser Autor ist eine Entdeckung für mich, obwohl es ihn schon lange schreibend und vom Feuilleton beachtet gibt in der Literaturwelt. „Enteignung“ handelt von einem Journalisten, der in sein Heimatdorf zurückkehrt, für das Lokalblatt schreibt und sich nach einer Weile bei einem Schweinemastbauern als Aushilfskraft bewirbt. Dieser Bauer hat nämlich mit der Geliebten des Journalisten …

Weiter lesen …

Sophie Reyer, Die Freiheit der Fische

Dieser Roman hallt lange nach: Sophie Reyer hat einen Roman über den Autisten Jakob geschrieben, angelehnt an eine wahre Begebenheit. Sie erfasst in einer beeindruckenden, beinahe lyrischen Sprache das Innenleben Jakobs, seine Rahmenlosigkeit und Unfähigkeit, so zu funktionieren, wie die Umwelt es wünscht. Geboren in die Lebenswelt eines Tiroler Bergdorfs hat Jakob schon in der …

Weiter lesen …

Frauke Tuttlies „Herr Grundmann sagt Franziska“

Die Buchmacher-Tage in St. Petri bringen ja immer neue spannende Lektüre mit sich. So auch dieses Mal: angefangen habe ich mit dem schmalsten Buch, dass mir von Gudrun Fröba, die gemeinsam mit Rainer Nitsche den Transit Verlag verantwortet, begeistert in die Hand gedrückt wurde. Ich kann die Freude teilen. Herr Grundmann, ehrgeizlos in einem Tabakmuseum …

Weiter lesen …

Johannes Böhme „Das Unglück schreitet schnell“

Schon angekündigt habe ich die Lesung mit Johannes Böhme am 28. Mai um 19 Uhr hier bei Prosa – jetzt folgt eine kurze Rezension zu diesem berührenden Buch. Johannes Böhme erzählt, wie Hermann, der erste Mann seiner Großmutter, durch den Zweiten Weltkrieg geht, durch Belgien, die Ukraine bis nach Stalingrad. Dort endet seine Spur, er …

Weiter lesen …

Das besondere Buch: Laura Freudenthaler, Geistergeschichte, Droschl Verlag

Seit einigen Tagen begleitet mich ein ganz besonderes Buch: Laura Freudenthalers „Geistergeschichte“ aus dem österreichischen Droschl-Verlag. Die Hauptfigur Anne, eine Französin, die seit 20 Jahren in Österreich mit Thomas lebt, beginnt ein Freijahr. In diesem Jahr geht sie, die Pianistin und Klavierlehrerin, nicht ins Konservatorium, sondern nimmt sich vor, ein Buch zu schreiben und das …

Weiter lesen …

Wie sich Fremdheit anfühlt: Dilek Güngör, Ich bin Özlem

Dilek Güngör hat einen schmalen beeindruckenden Roman geschrieben, in dessen Mittelpunkt Özlem steht. Eine in Deutschland aufgewachsene Frau, deren Eltern aus der Türkei kommen. Özlem ist mit Philipp verheiratet und lebt ein ganz normales Leben in einer Stadt in Deutschland, wie so viele andere auch. Dennoch stellt Özlem an sich selbst fest, wie sehr sie, …

Weiter lesen …

Siri Hustvedt, Damals

Endlich wieder ein neuer Roman von Siri Hustvedt, der mich begeistert. „Damals“ handelt von der alternden Schiftstellerin, die sich zurück begibt in das New York von 1979, das die junge angehende Schriftstellerin erobert. Ein Jahr gibt sich „Minnesota“, wie sie nach ihrer Herkunft genannt wird, um einen Roman zu schreiben. Ständig lesend und die Menschen …

Weiter lesen …

Wochenendlektüre: Mona Høvring, „Was helfen kønnte“

Überraschung am Wochenende: eigentlich hatte ich ein kleines, nettes Buch zu den Nöten einer Pubertierenden erwartet, die sich irgendwie auflösen durch hilfreiche Menschen im Umfeld – sowas wie eine tolle Lehrerin oder einen spirituellen Sporttrainer oder so. Doch es ist anders gekommen: Laura, ein norwegisches Mädchen, verliert mit sechs Jahren ihre Mutter, die sich umbringt. …

Weiter lesen …