Julian Barnes „Abschiede“

Vielleicht  ist dieses Buch das letzte des großen englischen Autoren Julian Barnes: „Abschied(e).

„Abschiede“ beschäftigt sich auf die typisch Barnesche Weise mit dem Titelthema, essayistisch, anhand der eigenen Lebenswege, stets zitierend und Geschichten erzählend.

Er gibt preis, an einer Blutkrebsart erkrankt zu sein, die nicht ausarten muss, aber bleibt und ihn bis zu seinem Tod begleiten wird. Barnes, der im Januar 2026 achtzig Jahre alt geworden ist, führt mit diesem Buch also ein letztes „Gespräch“ mit seinen Leserinnen und Lesern. Als Meister des Mäanderns bietet er uns eine Art Collage der Selbstbefragung zu den Themen Tod, Altern, Abschied, Erinnern und einer letzten Liebesgeschichte.

So ist es bei aller Freude an seinem britischen Humor doch auch ein etwas wehmütiges Lesen.

Julian Barnes, „Abschied (e), übersetzt aus dem Englischen von Gertraude Krueger, Kiepenheuer&Witsch, 23 Euro